Das Leben - Teile meines Lebens

Mein süsses, kleines Mädchen

Mein süßes, kleines Mädchen,
so offen und so frei,
ließt Dir nie den Mund verbieten,
und ich hofft`es bleibt dabei.
Dann kam der schlimmste Tag in unser`m Leben,
deine Ohren blieben taub,
unser Kummer war so maßlos,
Gott...warum nur hast Du das erlaubt.
Mein süßes, kleines Mädchen,
plötzlich bliebst Du stumm,
uns zerriss es fast das Herz,
wir fragten nur: "Wieso,warum!"
Du verstandst die Welt nicht mehr,
genauso wie wir Dich,
ich würd`Dir gern so viel noch sagen,
doch Du verstandest nichts.
Mein süßes, kleines Mädchen,
deine ganze Fröhlichkeit,
so unglaublich, nie verlor`n,
Du hast uns alle angesteckt,
es war ein Tag wie neu gebor`n.
Wir mussten erst begreifen,
dass Du trotzdem fröhlich bist,
denn Du konntest dich auf uns verlassen,
für jetzt und immer...ewiglich.
Deine Ohren blieben taub,
dein kleines Mündchen stumm,
doch ich danke Gott, dass es dich gibt,
ich frag`nicht mehr nach dem "Warum".
Mein süßes, kleines Mädchen, viel durchlitten,
noch so jung, doch sie würde niemals jammern,
denn sie fühlt sich gesund.
Du hast uns allen mehr gelehrt,
als jeder Lehrer kann,
egal was auf euch zukommt,
nehmt es einfach an.
Dazu braucht`s nur wenig,
gar nicht allzu viel,
nur Eltern die sie lieben,
mit sehr, sehr viel Gefühl.
Mein ganzes Gottvertrauen,
hab`ich zurückerlangt,
durch mein süßes, kleines Mädchen,
dafür auf ewig Dank.

Von S. Morkisch.
Für meine Tochter und alle,
die ein bisschen Mut brauchen.

{ Zugesand im August´ 2011 von Sabine Morkisch }

Man drückte mich in diesen Zug...

Man drückte mich in diesen Zug,
in diese Menschenmasse.
Es gab nicht viel zu sehen dort,
nur das Schild mit, 3.Klasse.
Dort sitzen Menschen auf den Bänken,
auf dem Boden oder stehen,
hab meinen Platz noch nicht gefunden,
ich werde wohl mal weitergehen.
Ich bin im Zug nach Nirgendwo,
doch leider nicht allein.
Sind viele Menschen im Abteil,
passt kaum noch einer rein.
Treffe viele Weggefährten,
die mir stark zur Seite stehen.
Bis sie überraschend sagten,
leb wohl, mein Freund, ich muss nun gehen.
Meine Fahrt ist hier zu Ende,
dieser Bahnhof muss es sein.
Wir reichten uns noch mal die Hände
dann war ich wieder mal allein.
Ich lief noch lang durch die Abteile,
meistens vor, manchmal zurück.
Hab viel erlebt, traf viele Leute.
auf der Suche nach dem Glück
Manche reichten mir die Hände,
viele gaben mir nen Tritt.
Oftmals machte mich das stärker,
manchmal nahm mich das schon mit.
Dieser Zug fährt immer weiter,
stets nach vorn und nie zurück
hab ich auch nie nen Platz gefunden,
so fand ich doch ein bisschen Glück.
Nun ist mein Bahnhof auch gekommen,
ich steige aus, sag, es war schön.
hab mir noch soviel vorgenommen.
doch leider muss ich jetzt schon gehen.

{ Zugesand im August´ 2011 von Michael Jörchel }

 

 

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