Taubstumm

Tränenverschmiert blickt sie in die Welt,
ihr Herz ist taub und tot.
Keine Freude ihr Gesicht erhellt,
kein Mensch erkennt ihre Not.
Wie schiffbrüchig sitzt sie da.
Eine Träne sich einem Weg bahnt,
die Träne so rein und klar,
ihr tiefes Unheil sie nur erahnt.
Stumm erträgt sie ihr Leben,
kein Ton ihre Lippen je entweicht.
Niemand kann ihr Sprache geben.
Nie ein Ton ihr Ohr erreicht.
Stumm und Taub der Welt gegeben,
geboren mit beiden Leiden.
Stumm und Taub in ihrem Leben,
wird für immer ihr Schicksal bleiben.

{ Zugesand im Oktober´ 2008 von Daniela }

Rose

Fluss der Tränen

Das Telefon klingelt. Ich gehe ran.
Ich lege erst wieder auf,
nachdem ich mir angehört habe,
was ich für ein anscheulicher Mensch sei.
Ich laufe ins Badezimmer
und stelle mich vor den Spiegel.
Wo ist mein Gesicht?
Welches hält diese grausame Mine?
Ein Traum! Ich wache auf.
Das Telefon klingelt. Ich gehe ran.
Ich lege erst wieder auf, nachdem ich weiß,
dass ich keine Familie und Freunde habe.
Ich versuche mich zu erinnern,
doch kann nichts mehr sehen.
Ein Traum! Ich wache auf.
Die Tür poltert. Ich mache auf.
Ich knalle sie erst wieder zu,
nachdem der Schwarze Mann mit meinem Herz
im nichts verschwindet.
Ein Traum! -Ein Alptraum! Ich wache auf.
Der Postbote kommt.
Ich öffne den Briefkasten
und mache ihn erst wieder zu,
nachdem ich gelesen habe,
das ich schwer Krank bin.
Ein passender Augenblick mein Leben zu beenden.
Ich wache auf und weiß nicht wo ich bin.
Ich versuche zu denken wer ich bin,
aber so denke ich doch nichts.
Ich stehe auf und sehe ein Licht.
Ich umklammere es, und folge ihm leise.
Nach vielen Schritten wird es dunkler
und lässt mich frierend zurück.
Ich öffne meine Augen...
Viele Menschen blicken zu mir runter.
Sie schreien mich an,
doch kann ich sie nicht hören.
Ich schließe meine Augen und fühle mich frei.
Die wärme lässt meine Flügel spalten
und ich treibe mit leiser Musik dem Himmel entgegen.
Ein leichter Blick zurück
auf den Fluss miner Tränen
und ich gleite in die Herrliche Ehwigkeit.

copyright by Emely Rosé

{ Zugesand im Januar´ 2009 von Emely_Rose }

Rose

Wieder die Zeit...

Wieder die Zeit,
an dem all die Erinnerungen wiederkehren.
Wieder die Zeit,
die alte Narben aufreisst.
Verzweifelt versuch' ich
mich dagegen zu wehren,
Du bist nicht mehr da
und wirst es nie wieder sein,
bin nicht mal mehr Zaungast,
bin ohne dich, bin allein,
Verschwende meine Zeit,
indem ich an dich denke,
an das was war und was du wohl tust
während du dein Leben glücklich weiterführst
und ich unabsichtlich
meine Gedanken in Tränen ertränke.
"I'm taking my kisses back",
"I want my kisses back from you".
vielleicht kommt irgendwann der Zeitpunkt
an dem ich nicht mehr an dich denken muss,
an dem ich endlich von dir losgelassen hab'
und du mir so egal bist,
wie ich dir...

Das habe ich geschrieben,
weil ich jemanden Liebe
er aber mich nicht!

{ Zugesand im Februar´ 2009 von Caren }

Rose

…LEBENSWEISHEIT…

Es war einmal ein Ehepaar,
das einen 12jährigen Sohn und einen Esel hatte.
Sie beschlossen zu verreisen, zu arbeiten
und die Welt kennenzulernen.
Zusammen mit ihrem Esel zogen sie los.
Im ersten Dorf hörten sie, wie die Leute redeten:
"Seht Euch den Bengel an,
wie schlecht er erzogen ist...
er sitzt auf dem Esel
und seine armen Eltern müssen laufen."
Also sagte die Frau zu ihrem Mann:
"Wir werden nicht zulassen,
daß die Leute schlecht über unseren Sohn reden."
Der Mann holte den Jungen vom Esel
und setzte sich selbst darauf.
Im zweiten Dorf hörten sie die Leute folgendes sagen:
"Seht Euch diesen unverschämten Mann an...
er läßt Frau und Kind laufen,
während er sich vom Esel tragen läßt."
Also ließen sie die Mutter auf das Lastentier steigen
und Vater und Sohn führten den Esel.
Im dritten Dorf hörten sie die Leute sagen:
"Armer Mann!
Obwohl er den ganzen Tag hart gearbeitet hat,
läßt er seine Frau auf dem Esel reiten.
Und das arme Kind
hat mit so einer Rabenmutter
sicher auch nichts zu lachen!"
Also setzten sie ihre Reise zu dritt
auf dem Lastentier fort.
Im nächsten Dorf hörten sie die Leute sagen:
"das sind ja Bestien im Vergleich zu dem Tier,
auf dem sie reiten.
Sie werden dem armen Esel den Rücken brechen!"
Also beschlossen sie,
alle drei neben dem Esel herzugehen.
Im nächsten Dorf trauten sie ihren Ohren nicht,
als sie die Leute sagen hörten:
"Schaut euch die drei Idioten mal an.
Sie laufen, obwohl sie einen Esel haben,
der sie tragen könnte!"
Fazit: die anderen werden dich immer kritisieren
und über dich lästern und es ist nicht einfach,
jemanden zu treffen,
der dich so akzeptiert wie du bist.
Deshalb: leb so, wie du es für richtig hältst
und geh, wohin dein Herz dich führt...

{ Zugesand im Mai´ 2009 von Fatima }

Es war einmal...

Es war einmal...
ein Junge der wurde krank geboren.
Seine Krankheit war unheilbar.
Er war 17 Jahre alt,
und konnte jeden Augenblick sterben.
Er lebte immer noch bei seiner Mutter
und unter ihrer Aufsicht.
Es war schwierig für ihn,
und so beschloss er einmal raus zu gehen -
nur ein einziges mal.
Er bat seine Mutter um Erlaubnis,
und sie gab sie ihm.
Während er so durch sein Stadtviertel schlenderte,
sah er etliche Boutiquen.
Als er vor ein Musikgeschäft kam
und ins Schaufenster sah,
bemerkte er ein sehr zartes Mädchen
in seinem Alter.
Es war Liebe auf den ersten Blick.
Er öffnete die Tür, und trat ein
indem er nur sie beachtete.
Nach und nach näherte er sich der Theke,
wo sich das Mädchen befand.
Sie sah ihn an, und fragte lächelnd:
Kann ich Dir helfen?
Er dachte, es sei das schönste Lächeln
was er in seinem ganzen Leben gesehen hatte.,
und er hatte das Verlangen
sie im selben Moment zu küssen.
Er sagte stotternd: Ja, heummmm....
ich würde gern eine CD kaufen.
Ohne nachzudenken, nahm er die erste
die ihm in die Hände fiel, und bezahlte.
Möchtest Du dass ich sie Dir einpacke?
fragte das Mädchen wieder lächelnd.
Er nickte, und sie ging
in das Hinterzimmer der Boutique
und kam mit dem eingepackten Paket zurück,
und gab es ihm.
Er nahm es und ging aus dem Geschäft.
Er ging nach Hause,
und seit diesem Tag ging er tagtäglich
in dieses Geschäft um eine CD zu kaufen.
Sie packte sie alle immer ein,
und er brachte sie nach Hause,
um sie in seinem Schrank unterzubringen.
Er war zu schüchtern,
um sie zum ausgehen einzuladen,
und selbst wenn er es versuchen wollte,
brachte er es nicht über sich.
Er schilderte dies seiner Mutter,
und sie ermutigte ihn,
doch etwas zu unternehmen,
und so ging er den nächsten Tag
mit Mut bewaffnet wieder in das Musikgeschäft.
Wie jeden Tag kaufte er eine CD,
und sie ging wie jedes mal
in die Hintere Boutique um es ihm einzupacken.
Sie nahm also die CD;
und während sie sie ihm einpackte,
hinterließ er schnell seine Telefonnummer
auf der Theke und verlies schnell das Geschäft.
Am nächsten Tag: dring, dring
Seine Mutter nahm den Hörer ab: Hallo?
Es war das Mädchen und wollte den Sohn sprechen.
Die Mutter, untröstlich begann zu weinen
und sagte: Was, Du weißt es nicht?
Er ist gestern gestorben.
Es gab eine lange Pause,
außer dem Wehklagen der Mutter.
Später ging die Mutter
in das Zimmer des Sohnes
um sich seiner zu erinnern.
Sie beschloss seine Kleidung durchzusehen,
und öffnete seinen Schrank.
Wie sehr war sie überrascht,
als ihr eine riesige Menge von CDs entgegen kam.
Keine einzige war geöffnet.
Das alles machte sie sehr neugierig,
und sie konnte nicht wiederstehen:
Sie nahm eine CD,
setzte sich auf das Bett und öffnete sie.
Als sie das machte
fiel ein kleiner Zettel aus dem Paket.
Die Mutter nahm es auf, und las:
Hallo!!!, Du bist super süß,
möchtest Du mit mir ausgehen?
Hab Dich lieb.....Sofia
Sehr gerührt nahm die Mutter eine andere CD;
noch eine andere und so weiter.
In mehreren befanden sich kleine Zettel,
und auf jedem; stand das gleiche.....
Moral: So, ist das Leben -
warte nicht zu lange um jemandem,
der für Dich außergewöhnlich ist,
zu sagen was Du fühlst.
Sag es heute.
Morgen kann es schon zu spät sein.

{ Zugesand im Oktober´ 2008 von Mike Sullyvan }

Rose

EIN EINSAMER MENSCH
IN DIESER KALTEN WELT

Es war einmal ein Engel
der oben im Himmel seinen Platz hatte.
Eines Tages rief der himmlische Vater
ihn zu sich und sprach:
"Auf der Erde wird es immer kälter,
und die Menschen denken nur noch an sich,
das Licht wird immer schwächer.
Darum werde ich Dich auf die Erde schicken
und Du wirst den Menschen zeigen
wie sehr ich sie lieb habe.
Wirst Ihnen zeigen wie schön es ist
wenn Liebe untereinander herrscht."
Eine schwere Aufgabe
die da auf den Engel wartete,
und so geschah es
wie der himmlische Vater es beschlossen hatte.
Der Engel wurde in die Menschenwelt geboren
und spürte schon vom ersten Augenblick an
wie kalt es in dieser Welt war.
Der Engel wuchs heran
und musste viele schwere Stunden erleiden,
die dazu dienen sollten
einmal seine Aufgabe die er hatte
wahr zu nehmen.
Und je älter der Engel wurde
um so mehr spürte er die Einsamkeit.
Von Liebe unter den Menschen
war nicht viel zu sehen.
Oft wollte der Engel aufgeben
und wieder zurück zu dem Ort
wo es nur Frieden und Liebe gibt.
Doch er wusste das seine Aufgabe
auf der Erde noch nicht zu Ende war.
So versucht der Engel
den Menschen die Liebe zu bringen,
ein Licht zu sein in dieser Dunkelheit.
Kümmert sich um die verstoßenen
und verachteten Menschen
die keiner mehr will.
Bringt ihnen ein bisschen
Wärme und Geborgenheit.
Die Menschen können nicht verstehen
wie wichtig das Wort Liebe ist
und so manche Tränen
weint der Engel darüber.
Doch eines Tages weiß er,
das die Zeit kommen wird,
wo er mit vielen anderen Menschen
wieder an einem wunderbaren Ort sein darf,
denn man sich gar nicht vorstellen kann.
Auch wenn er einsam ist in dieser Welt,
gibt ihm dieser Gedanke den Mut
und die Hoffnung
seine Fackel weiter zu tragen,
bis es auch das letzte
erkaltete Herz erreicht hat.

{ Zugesand im April´ 2009 von Fatima }

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