Olympia
Goldene Letter prangern an jeder Wand,
das schwarze Gold Amerikas, süß und kühl,
zeigt es sein mächtiges Gewand, arrogant und dominant.
Baute Paläste und Stadien, gewaltig und schön,
flankierte die Strassen, die ganze Welt konnte es sehen,
für Ehre und Ruhm der ganzen Nation, sei es das Synonym.
Die Tränen der Ghettos, geschickt verpackt,
hinter Zäunen und Wänden, von Polizisten bewacht.
Kostenlose Bustickets verteilt, in unendlicher Güte,
damit nicht das Elend der Armen auf den Strassen wüte.
Atlanta, reich und mächtig, was für ein Hohn,
but the"Show must go on".
Olympisches Feuer im Nachthimmel flackernd,
die Athleten auf Medaillen hoffend, für die Sie gerackert,
auf daß der beste sodann gewinnt,
kühler Schweiß der sie verbrennt.
Ringen um jeden Zentimeter, um jeden Punkt,
fighten ihren Körper wund.
Zu jeder Tageszeit, stickig und heiß,
dunkle und helle Körper, bedeckt mit Schweiß.
Gewaltig ihre Leistungen, ihre Rekorde
überwältigt von Tränen und Glück in Gold, Silber
und Bronze
Im Schatten der Euphorie eine Bombe explodiert,
weil die Bosheit der Menschen nach Opfern giert.
Der Sportpalast bedeckt mit warmem Blut,
die Herzen erfüllt mit bitterer Wut,
trifft Olympia die Welt im Schock,
Traurigkeit unter einem bleiernen Rock,
der emporgehoben von den Funktionären,
die in wenigen Stunden sich dem Schicksal erwehren
und mit lauter Stimme verkünden:
"The Games will go on", mit sachlichen Gründen.
Nach siebzehn Tagen kommt dann die Wende,
"die Jahrhundert - Spiele" sind nun zu Ende.
Heldentaten wurden vollbracht
Menschen haben geweint und gelacht,
sich an den Händen gehalten, Freunde gefunden,
Umarmungen und Beifall können dies bekunden.
Nationen können ihrem Taumel sich ergeben,
sollten immer nach dem Sinn des Sports streben.
Die große Feier ließ nicht lange auf sich warten,
als die Kinder ins Scheinwerferlicht traten,
mit sanfter Stimme und reinem Herzen sangen,
trieben uns salzige Tränen auf die Wangen,
erfüllten uns mit Wehmut wie es schien,
mit ihrem Lied vom "Power of Dream".
©Guido Messere
{ Zugesand im August´ 2000 von Guido Messere }