Wenn die Wolken ziehen...


Leise säuselt der Wind.

Leise weint ein Kind.
Leise ziehen die Wolken vorbei.
Leise bricht etwas entzwei.
Leise kommt die düstere Stille.
Leise verliert jemand den Willen.
Laut aber schmerzt es in mir,
denn mein Herz gehört nur dir!


{ Jennifer Burghardt }

Rose

Unvergessen


Nie vergessen werde ich den Tag,

an dem wir uns begegnet sind.
Nie vergessen werde ich die Stunden,
die wir zusammen hatten.
Nie vergessen werde ich die Blicke,
die wir uns schenkten!
Nie vergessen werde ich den Abschied,
der uns beiden so schwer fiel!
Jetzt bist Du wieder weg -
und das einzige, was mir bleibt,
sind deine Briefe, ein Foto und die Erinnerung!


{ Jennifer Burghardt }

Hoffnungen


Er war erstaunt, als ich ihm sagte, das ich ihn Liege;

Er habe mir doch keine Hoffnungen gemacht.
Das stimmt, die Hoffnung kommt aus mir,
wohin sie wieder zurückkehrt.


{ Jennifer Burghardt }

Verloren


Verloren die Liebe, die ich nie besaß.

Verloren das Glück, das ich suchte.
Verloren die Hoffnung, auf die große Liebe.
Verloren die Freundschaft, die es nie gab.
Verloren den Tag nach der Nacht.
Verloren die Sicherheit meiner Gefühle!


{ Jennifer Burghardt }

Dunkelheit


Tränen und Regentropfen -

Dunkel, voller Trauer,

fallen herunter ins Nichts -

und niemand hat´s gesehen.

Alles, was sie zeigen,

hat keiner erkannt.

Keiner wollte wissen,

warum sie da sind.

Doch der Grund liegt tief in der Seele,

dort, wo niemand hineinsehen kann,

außer mir selbst.

Und so bleiben die Tränen und Regentropfen dunkel,

voller Trauer - verlassen und allein.

.

{ Jennifer Burghardt }

Gibt es diesen Ort...


Wo alle Menschen glücklich sind

An dem jeder seinen Liebsten in den Arm nimmt

Wo die Zeit nur langsam vergeht

Und man in jedem Moment zueinander steht

Wo alle Wünsche in Erfüllung gehen

Wir uns endlich wiedersehen

Wo es keinen Haß mehr gibt

Sondern die Liebe darüber hinaus siegt

Wo und wann wird es sowas geben?

Werde ich das noch erleben?

{ Zugesand am 04.11.98 von Anonymer User}

Rose

Persönliche Gedanken


Meine Offenheit, Liebe,

Vertrauen und Sehnsucht zu Dir

könnte man fast,

mit dem Abwurf der Atombe

auf Hyroshima vergleichen. . .

beides hätte nie passieren dürfen.


{ Zugesand im März´ 2000 von Michael Münster }

Rose

Schweigen:

.
Lerne, statt zu reden, schweigen,

fällt es dir auch noch so schwer,
ehe dir die andern zeigen:
Deinen Rat braucht man nicht mehr.


Lerne stille Wege gehen,
mag dich die Ruh` nicht freun,
eh` du weisst, wie es geschehen
bist du ja doch ganz allein.


Lerne auf die Seite treten
eh` man dich zur Seite schiebt!
Gehe, eh` man ungebeten
lächelnd dir den Abschied gibt.


Lerne ohne Groll zu sehen
andere an deiner Stell.
Ihre Zeit wird auch vergehen,
wider andere folgen schnell.


Lern die grösste Kunst auf Erden,
macht es dir auch schwere Pein.
Lerne mit dem Älterwerden
langsam... wieder... nichts... zu sein!


{ Zugesand im Mai´ 2000 von Walter Duss }

Rose

Olympia


Goldene Letter prangern an jeder Wand,

das schwarze Gold Amerikas, süß und kühl,
zeigt es sein mächtiges Gewand, arrogant und dominant.
Baute Paläste und Stadien, gewaltig und schön,
flankierte die Strassen, die ganze Welt konnte es sehen,
für Ehre und Ruhm der ganzen Nation, sei es das Synonym.
Die Tränen der Ghettos, geschickt verpackt,
hinter Zäunen und Wänden, von Polizisten bewacht.
Kostenlose Bustickets verteilt, in unendlicher Güte,
damit nicht das Elend der Armen auf den Strassen wüte.
Atlanta, reich und mächtig, was für ein Hohn,
but the"Show must go on".


Olympisches Feuer im Nachthimmel flackernd,
die Athleten auf Medaillen hoffend, für die Sie gerackert,
auf daß der beste sodann gewinnt,
kühler Schweiß der sie verbrennt.
Ringen um jeden Zentimeter, um jeden Punkt,
fighten ihren Körper wund.
Zu jeder Tageszeit, stickig und heiß,
dunkle und helle Körper, bedeckt mit Schweiß.
Gewaltig ihre Leistungen, ihre Rekorde
überwältigt von Tränen und Glück in Gold, Silber und Bronze


Im Schatten der Euphorie eine Bombe explodiert,
weil die Bosheit der Menschen nach Opfern giert.
Der Sportpalast bedeckt mit warmem Blut,
die Herzen erfüllt mit bitterer Wut,
trifft Olympia die Welt im Schock,
Traurigkeit unter einem bleiernen Rock,
der emporgehoben von den Funktionären,
die in wenigen Stunden sich dem Schicksal erwehren
und mit lauter Stimme verkünden:
"The Games will go on", mit sachlichen Gründen.


Nach siebzehn Tagen kommt dann die Wende,
"die Jahrhundert - Spiele" sind nun zu Ende.
Heldentaten wurden vollbracht
Menschen haben geweint und gelacht,
sich an den Händen gehalten, Freunde gefunden,
Umarmungen und Beifall können dies bekunden.
Nationen können ihrem Taumel sich ergeben,
sollten immer nach dem Sinn des Sports streben.
Die große Feier ließ nicht lange auf sich warten,
als die Kinder ins Scheinwerferlicht traten,
mit sanfter Stimme und reinem Herzen sangen,
trieben uns salzige Tränen auf die Wangen,
erfüllten uns mit Wehmut  wie es schien,
mit ihrem Lied vom "Power of Dream".


 ©Guido Messere


{ Zugesand im August´ 2000 von Guido Messere }

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