Gedichte über Streit

Ich weiß...

Ich weiß, ich machte einige Fehler,
Ich weiß, du bist auch nicht ganz ohne,
Ich weiß, dass ich nicht kann ohne Dich!
Ich weiß, es war der Falsche Moment,
als ich dir sagte was mich fertig macht!
Ich weiß, ich machte mir einige Gedanken zu dir,
als es dir nicht besonders gut ging.
Ich weiß, ich stand immer auf deiner Seite,
egal was geschehen war!
Nun weiß ich nicht, wie’s weiter gehen soll,
auf dieser „Distanz“ zu leben
ist unerträglich für mich!
Ich weiß nicht, was ich falsch mache...
Ich weiß nicht, wie’s aussieht bei dir...

{ Zugesand im Oktober´ 2007 von Ricarda}

Die Fabel vom Efeu und der Kiefer

Mitten im Wald, wo er tief wird und tiefer,
wo kaum noch Sonne den Boden erreicht,
wächst im Verborgenen sacht eine Kiefer,
langsam und mühsam – es fällt ihr nicht leicht.
Denn in der Dämmerung wächst es sich nicht. –
Es fehlt ihr das Licht!

Unter der Kiefer ein Efeu hinkümmert,
kühl ist es hier zwischen Farnen und Moos.
Kärglich das Licht, kaum ein Sonnenstrahl schimmert,
klein bleibt der Efeu und wär so gern groß.
Gierig späht er an der Kiefer hinauf:
Da müsste man rauf!

„Darf ich dein Partner sein?“, flüstert die Ranke,
„wachsen gemeinsam wir hoch wie ein Turm!“
„Gern“, sagt die Kiefer, „ein guter Gedanke,
stütz mich – dann trotzen wir jeglichem Sturm!
Wenn wir zusammenstehn, werden wir groß.“
Schon wachsen sie los.

Und so beginnt ihr gemeinsames Leben.
Schnell wächst die Kiefer, vom Efeu gestützt,
kann bis ins Blätterdach kraftvoll sich heben,
dort, wo die Sonne die Wipfel durchblitzt.
Platz an der Sonne – mit doppelter Kraft
ist's endlich geschafft!

Bald jedoch hört man die beiden sich streiten.
Jeder beansprucht mehr Sonne für sich,
drängelt und schiebt, um sich weit auszubreiten.
Freunde von einst lassen so sich im Stich,
zanken sich hart um den Sonnen-Platz-Sieg,
erklär'n sich den Krieg.

Doch weil der Efeu sich schlängelt und windet,
hat er schon bald alle Sonne allein.
Nichts bleibt der Kiefer mehr übrig, sie findet
fast keinen Zugang mehr zum Sonnenschein.
Kühn wächst der Efeu, gewaltig und forsch.
Die Kiefer wird morsch.

Als dann ein Sturm aufzieht, kommt's zum Finale:
Schnell bricht der wacklige Kiefernstamm weg,
reißt auch den Efeu mit. Mit einem Male
liegen die Streithähne nutzlos im Dreck.
Und die Moral von der langen Geschicht?
Krieg lohnt sich nicht.

http://www.wolfgang-reuter.com 18. 07. 2009

{ Forumeintrag im August´ 2009 von Floh}

Warum?

Ich versuch dich zu versteh’n,
doch es gelingt mir nicht immer,
da ich nicht kapier,
warum du meine Nähe nicht verträgst...
Dafür die der andern.
Was mach ich falsch?
Warum macht’s dir Angst,
dass ich weiß, was du denkst?
Was ist daran so schlimm?
Ist das nicht normal
in einer solchen Freundschaft,
wie wir sie führten!?
Du willst Distanz,
ich versuch sie dir zu geben,
auch wenn’s mir
überhaupt nicht leicht fällt!!
Und das nur,
weil ich nicht OHNE dich leben kann!!
Ich weiß nicht,
was ich jetzt machen soll,
oder wie es weiter geh’n soll!
Diese ewigen Streitereien
bringen uns nicht weiter,
doch ich muss auch mal reden,
auch wenn es dir im Moment
nicht gut geht, ich weiß!
Doch ich weiß nicht
wie ich dir helfen soll,
wie auch, mit Distanz!?
Warum?

{ Zugesand im Oktober´ 2007 von Ricarda}

Jedentag wenn ich daran denk...

Jedentag wenn ich daran denk,
jeden Tag wenn ich dir mein Herzen schenk,
gibt es wieder neuen Streit,
Streit zudem bin ich nicht bereit.
Streit vergeht wenn man ihn übersteht,
doch es gibt Zeiten
da wird er einfach vom Winde verweht.
Doch im Unterbewusstsein
ist es immer noch so,
man hat immer noch Hass auf die Situation.
Man kann es einfach nicht vergessen,
den Moment von dem man gar besessen!

Ich habe es einer Freundin in einem Brief geschrieben.
Desshalb wollte ich ihn auch euch zeigen!♥

{ Zugesand im November´ 2009 von Elenaa }

 

 

 

 

 

 

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