Segensbitte am Morgen
Herr, segne meine Hände, das sie behutsam sind,
dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden,
dass sie geben können ohne Berechnung,
das ihnen innewohnt die Kraft, zu trösten und zu segnen.
Herr, segne meine Augen, dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,
dass sie das Unscheinbare nicht übersehen,
Das sie hindurchschauen durch das Vordergründige,
dass andere sich wohlfühlen können unter meinem Blick.
Herr, segne meine Ohren, dass sie Deine Stimme hören,
dass sie hellhörig sind für die Stimme in der Not,
dass sie sich verschliessen für den Lärm und das Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören.
Herr, segne meinen Mund, das er Dich bezeugt,
dass nichts von ihm ausgeht, was verletzt oder zerstört,
dass er heilende Worte spricht,
das er Anvertrautes bewahrt.
Herr, segne mein Herz, dass es Wohnstatt ist Deinem Geist,
das es Wärme schenkt und bergen kann,
dass es reich ist an Verzeihung,
dass es Leid und Freude teilen kann.
Lass mich Dir verfügbar sein, mein Gott,
mit allem, was ich habe und bin.
aus: Sabine Naegeli »Du hast mein Dunkel geteilt«
Verlag Herder, Freiburg, 17. Auflage 1998
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Zugesand im Januar´ 2008 von Martina Pöhlmann }

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Ich wünsche Dir...
Ich wünsche Dir nicht alle möglichen Gaben,
ich wünsche Dir nur,
was die meisten nicht haben:
ich wünsche Dir Zeit,
Dich zu freuen und zu lachen,
und wenn Du sie nutzt,
kannst Du was draus machen.
Ich wünsche Dir Zeit
für Dein Tun und Dein Denken,
nicht nur für Dich selbst,
sondern auch zum verschenken.
Ich wünsche Dir Zeit,
nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.
Ich wünsche Dir Zeit,
nicht nur so zum vertreiben,
ich wünsche, sie möge Dir übrigbleiben
als Zeit für das Staunen
und Zeit für Vertrauen,
anstatt nach der Zeit
auf der Uhr nur zu schauen.
Ich wünsche Dir Zeit,
nach den Sternen zu greifen
und Zeit um zu wachsen,
das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche Dir Zeit,
um zu hoffen, zu lieben,
es hat keinen Sinn,
diese Zeit zu verschieben.
Ich wünsche Dir Zeit,
zu Dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde
als Glück zu empfinden.
Ich wünsche Dir Zeit,
auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche Dir: Zeit zu haben zum Leben
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Zugesand im Januar´ 2008 von Martina Pöhlmann }

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