Ich möchte gern etwas von mir erzählen,
wie mein Leben aussah und wie ich aufgewachsen bin.
Ich wurde 1956 als erster von 8 Kindern geboren.
Die ersten 4 Jahre sind mir nicht so recht in Erinnerung, ausser
daß ich aus Erzählungen weiß,daß mein
Vater mich nicht anerkennen wollte da er dachte ich sei nicht
von ihm.
Als ich etwa fünfeinhalb Jahre alt war,
es war im Oktober 1961, kam meine Kleine Schwester zur Welt,sie
war das vierte Kind meiner Eltern.
Meine Mutter hat Adelheid wie uns alle vorher schon zu Hause geboren.
Meine Mutter lag im Wochenbett als sie meinen damaligen Bruder
Volker rief zu ihr zu kommen, er war damals etwa 2 Jahre alt,
er wollte nicht kommen und lief rückwärts auf den Wäschekübel
zu,der mit kochendheißem Wasser und Wäsche gefüllt
war, und stürzte kopfüber in den Waschtrog.
Er kam sofort ins Krankenhaus,wo er die Nacht
durch die schweren Verbrennungen nicht überlebt hat.
Es war eine schwere Zeit und Not für
meine Eltern, ich selbst hatte als kleiner Junge alles gar nicht
so recht mitgekriegt, mir wurde nur gesagt Volker kommt nicht
wieder,er geht woanders hin.
Doch das Schlimme daran, war für mich damals
nicht nur meinen Bruder nie mehr zu sehn, sondern ich wurde als
kleiner Junge mit grad mal 5 Jahren, gezwungen meinen Bruder im
Sarg im Leichenschauhaus gegen meinen Willen anzusehn, es war damals
eine Situation die ich bis heute nicht richtig verarbeiten konnte.
Ich hatte lange Zeit starke Alpträume in denen ich meinen
Bruder sah, oder ihn sogar in meinem Zimmer an der Wand sah ich
schrie vor Angst und wurde daraufhin als Angsthase verlacht, selbst
von den Eltern.
So wurde ich lange Zeit still und ängstlich
mit mitzuteilen, ich sagte nichts oder kaum noch etwas, es hat
mich lange geprägt
in dem ich nicht mehr zeigte das ich Angst hatte.
Nach dem Tod von Volker, starb meine Schwester,
mit der meine Mutter im Wochenbett lag, im Februar 1963 an Keuchhusten
im Krankenhaus. In mir kamen so klein wie ich war, Erinnerungen
hoch vom Tod meines Bruders. Ich weigerte mich lauthals mit auf
den Friedhof zu gehn, es nützte nichts, meine Mutter bestand
darauf und so mußte
ich mit aber ohne meine Schwester anschauen zu müssen.
Als meine Schwester Adelheid starb, war meine
Mutter bereits wieder Schwanger mit meinem Bruder Peter. Es war
nicht sehr einfach für
sie, denn zu dem Zeitpunkt mußte ich etwas miterleben, was
ich auch niemals vergessen habe, aber mir irgendwie Angst machte.
Mein Vater hatte eine Nachbarsfrau zur Freundin und kaum noch zu
Hause. In der Zeit erlebte ich auch bewußt wie mein Vater
meine Mutter schlug und sie immer weinte. Man konnte mit Mama nicht
mehr reden, sie ließ von da an ihre Wut an mir aus.
Es war 1963 Frühjahr ich kam zur Schule,
aber ich konnte mich nicht so richtig konzentrieren und wurde
auch vom Lehrer immer wieder geschlagen.
Ich mußte die Klasse wiederholen, und auch da hat man angefangen
mich auszulachen, ich zog mich noch weiter zurück und machte
was immer ich wollte. Anscheinend schien mir alles egal zu sein,
denn was immer ich machte, es war doch immer falsch.
Wir zogen um in einen anderen Stadtteil von
Stuttgart, ich kam in eine andere Schule, schaffte es in die
zweite Klasse, aber danach blieb ich ein zweites mal sitzen und
mußte in die Sonderschule.
Mein Vater stand da aber zu mir und sagte mir, "du schaffst
es" meine Mutter fing an mich fertig zu machen, mit Worten
wie,du Hilfsschüler, du bist zu blöd nichts kannst du.
Es war schlimm und niederschmetternd zu gleich,ich fing an aggresiv
zu werden.
Wir schreiben das Jahr 1966, ich war nun
10 Jahre alt und es waren in der Zwischenzeit zwei weitere Geschwister
geboren. Es begann nun die Zeit in der ich anfing mich gegen
alles aufzulehnen. Denn was auch immer ich tat, es war doch immer
falsch, nichts konnte ich tun wobei ich mal ein Lob oder ähnliches
hörte, die
Aussagen waren immer die selben, laß das du kannst es eh
nicht.
Dazu kam auch noch, daß bei allem was auch
geschah, immer ich der Schuldige war, egal ob ich es war oder meine
Geschwister. Ich mußte die Schläge einstecken, und Mutter
nahm dabei alles was sie in die Finger bekam, und schlug auf mich
ein, sie fragte nicht wer dies oder das getan hat, Schuld war ich,
und hat sie nichts gefunden um auf mich einzuschlagen, wurde ich
in die Ecke gedrängt und sie trat mit den Füßen
auf mich ein
Dazu kam noch ein Problem das ich hatte,
ich war bis zum 12. Lebensjahr Bettnässer, Das wiederum
war für meine Mutter ein Grund,
es allen zu sagen, daß mir es wieder passiert ist, ich wurdse
von allen ausgelacht und verhöhnt. Es war schlimm für
mich, denn ich machte noch mehr dicht und wurde noch verschlossener.
Wenn ich mal nicht tat was sie mir sagte, drohte sie mir mit Hausarrest.
Es war mir aber mit der Zeit völlig egal, ob ich Hausarrest
oder Prügel bekam, im Gegenteil, ich fing an Mutter auszulachen
und auch die Hand nach ihr zu heben. Sie wiederum drohte mir darauf
hin, daß sie mich ins Heim stecken läßt, aber
auch das war mir zu dem Zeitpunkt völlig egal. Eines Tages,
nach einem Riesenstreit sagte sie etwas zu mir, was mir Angst machte,
Sie sagte es wär besser, du wärst gar nicht hier oder
noch besser du wärst Tod. Das hat das Verhältniss zu
diesem Zeitpunkt völlig kaputtgemacht. Nun machte ich nur
noch was ich wollte. Ich fing an gegen alles zu rebellieren.
Eines Tages bin ich völlig ausgetickt, ich
ging Morgens aus dem Haus, sollte zur Schule gehn, aber ich wollte
nicht, ich drohte meiner Mutter, entweder ich darf ins Heim oder
ich mach mit meinem Leben Schluß in dem ich mich vor die
Straßenbahn oder
ein Auto werfe, doch meine Tante nahm mich und redete lange mit
mir und überedete mich wieder nach Hause zu gehn, ich ließ mich übereden
und ging nach Hause aber mit viel Widerstand, denn ich versprach
mir nicht viel davon.
Das Beste in jedem Jahr waren meine großen
Schulferien, denn da durfte ich die Zeit bei meinem Onkel in Bayern
verbringen, doch daß war zu dem Zeitpunkt noch das beste
und ich freute mich jedesmal auf meine Schulferien.
Nun schreiben wir das Jahr 1968, ich bin nun 12
Jahre alt
Ich fing an total rebellisch zu werden und
setzte mich über
alles und jeden hinweg, über Eltern, Lehrer aber auch über
all die jenigen die es bis dahin gut mit mit meinten und das waren
recht wenig.
Ich suchte meinen eigenen Weg und Freunde.
es war die Zeit in der ich meine ersten sexuellen Erfahrungen
hatte, ein junges Zigeunermädchen
aus der Nachbarschaft namens Silvia war es mit der ich mich heimlich
im Nachbarkeller getroffen hatte und uns befummelten, oder auch
Carmen aus der Nachbarschaft, ich ließ nichts aus um irgendwie
Anerkennung zu gewinnen.
Auch das Rauchen fing zu der Zeit an, im
Gegensatz zu meinen ersten sexuellen Erfahrungen, bekam meine
Mutter es raus, und das war wiederum ein gefundenes Fressen für
sie um mich fertigzumachen, nur daß ich mir nichts mehr
sagen ließ, denn sie meinte
sie sage Vater, worauf ich mit Gegenständen nach ihr warf
und die halbe Wohnung verwüstet habe. Meine Mutter kriegte
von nun Angst vor mir und wollte mich nun ins Heim stecken, doch
nun wollte ich nicht mehr, ich hatte nur noch eins im Sinn, nämlich
es allen zu zeigen, daß ich keine Angst mehr habe, weder
vor den Eltern noch vor Strafe.
Ich fing zu dem Zeitpunkt auch an, aus Vaters Bierkiste
heimlich zu trinken,es blieb nicht bei einer Flasche es wurden
auf Dauer mehr.
Meine Mutter versuchte mich zu strafen, in
dem sie mir immer wieder das zu essen geben wollte, was ich nicht
so gerne aß, meine
Geschwister bekamen alles was sie sich wünschten, ich durfte
keine Wünsche mehr äußern, sie wurden meistens
abgelehnt, mit den Worten, es wäre besser du wärst gar
nicht mehr da, dich soll der Teufel holen, und du bringst doch
von jeher nur Ärger und Unglück.
Ich begann mir alles zu holen was ich wollte auch wenn das in den
Diebstahl überging, die Hauptsache war ich bekam was ich wollte
und da war mir jeder noch so erdenkliche Weg recht. Das ging so
bis ich aus der Schule kam, dies war 1971 im Juli.
Da fing meine Berufstätigkeit an, mit
zwei abgebrochenen Lehren.
Wir schreiben das Jahr 1971, es war meine
Schulentlassung und der Beginn meiner Berufstätigkeit.
Ich brach aber zwei Lehren inerhalb von sechs Wochen ab.
Denn ich wollte richtig gutes Geld verdienen, um mein Hobby, den
Fußball, zu finanzieren.
Meine Eltern waren nicht sehr begeistert davon und versuchten,
mich davon abzuhalten, doch ich war nun soweit mein eigenes Leben
zu gestalten und mich von niemandem mehr reinreden zu lassen.
Meine Eltern gaben entnervt auf, und somit hatte ich mein Ziel
ereicht, das zu tun was ich wollte.
Mein Leben bestand nur noch aus Fußball, und Kneipengänge.
Tagsüber auf Arbeit und Abends in die Kneipe bis sie zumachte.
Jeden Samstag zum Fußball, ob Heimspiel oder Auswärtsspiel,
ich war dabei. Es ging nie ohne Alkohol ab und das bis zum umfallen,
ich trank bis ich nicht mehr wußte was ich tat und auch nie
gewußt habe wie ich nach Hause kam.
Das ging so etwa zwei Jahre, damals im Mai
1973 lernte ich ein Mädchen Namens Anneliese kennen, wir
kamen zusammen.
Sie war damals 16 Jahre ich war 17 Jahre alt. Sie hatte auch Probleme
mit dem Elternhaus, genauso wie ich.
Ihr Vater sowie auch meine Mutter waren beide darauf bedacht uns
mit allen Mitteln auseinderzubringen, was ihnen aber nicht gelang,
da wir uns in keiner weise reinreden ließen.
Im November 1973 sind wir beide auf und davon,
wir fuhren zu meinem Onkel nach Bayern. Aber auf Druck ihres Vaters,
er drohte uns mit der Polizei, sind wir halt wieder nach Hause
gefahren.
Dort angekommen hat ihr Vater ein Theater
gemacht und uns gedroht, daß wir uns nicht wieder sehen
werden. Was aber nichts nützte,
denn man konnte uns nicht trennen, im Gegenteil, alles was sie
auch versuchten brachte uns nur noch näher zusammen und machte
uns auch aggresiver.
Meine Mutter und ihr Vater ließen nichts
aus,um uns auseinander zu bringen.
Im Oktober 1974 sind wir ein zweites mal
geflüchtet, zu meinem
Vetter und seiner Frau, nach Marbach am Neckar, ausserhalb von
Stuttgart.
Man versuchte wiederum uns einzuschüchtern und drohte wiederum
mit der Polizei. Doch ich war zu der Zeit volljährig und Anneliese
stand kurz vor der Volljährigkeit und somit lachten wir darüber.
Wir fuhren aber kurz vor Weihnachten nach
Hause, aber nicht um klein beizugeben, sondern um unseren Eltern
klar zu machen, daß wir
heiraten werden, denn unser erster Sohn war unterwegs.
Na das war nun der absolute Hammer für meine Mutter und ihren
Vater, denn nun hat meine Mutter erst richtig zugeschlagen, und
mich überall schlecht gemacht, ihr Vater spielte mit dem Gedanken
der Abtreibung, doch für uns stand fest, unser Kind zu kriegen
und zu heiraten.
Und so heirateten wir am 14 März 1975.
Nun war es soweit, wir haben uns vom Elternhaus
gelöst und
geheiratet.
Ich war zu dem Zeitpunkt arbeitslos, meine Frau schwanger und wir
dachten und glaubten, daß wir alles im Griff haben und wir
nun endlich frei und unabhängig seien.
Keiner mehr der versucht sich einzumischen und uns befiehlt, aber
weit gefehlt. Meine Mutter versuchte alles, um diese Ehe zu zerstören
und mischte sich ständig ein und drängte sich regelrecht
in unsere Ehe ein.
Sie meinte uns gute Ratschläge geben zu müssen, (Ratschläge
mögen ja gut sein, insbesonders wenn man jung verheiratet
ist, doch man sollte auch selbst entscheiden können und dürfen,
ob man diese Ratschläge gut findet oder aber nicht), sie wurde
sauer wenn wir nicht taten was sie uns an Ratschlägen gab,
denn dies waren keine Ratschläge sondern schlichtweg Befehle
und dazu waren wir keinesfalls bereit zu tun.
Als im Juli 1975, kurz nach der Hochzeit
unser Sohn Jens-Christian geboren wurde, dachten wir echt Ruhe
zu haben, aber wieder mal weit gefehlt. Denn alles was wir auch
taten, es war scheinbar alles falsch, denn auch jetzt wollte
sich Mutter einmischen und uns klar machen, wir sind zu unerfahren
und wollte uns ständig zeigen,
daß es ohne ihre Hilfe scheinbar nicht geht. Wir sollten
Jens ihr bringen damit wir beide arbeiten könnten, ich hatte
in der Zwischenzeit Arbeit gefunden und war in fester Stellung.
Ihr Ziel war von Anfang an Jens zu haben
und ihn uns zu entziehen, doch wir waren dazu nicht bereit. Doch
wie es oftmals so kommt, kamen wir in eine Situation, in der
wir leider auf Hilfe angewiesen waren, Jens war die Woche über bei meinen Eltern da wir beide
arbeiteten, er war nur am Wochenende bei uns. Genau das war für
meine Mutter ein gefundenes Fressen, denn nun waren wir von ihr
abhängig und sie nutzte es gnadenlos aus.
Wenn irgendwas los war, hat sie uns unter Druck gesetzt, weil sie
wußte, daß wir auf die Arbeit angewiesen waren. So
haben wir notgedrungen nachgegeben, doch dies war ein Fehler wie
es sich rausstellte, wir verloren irgendwie den Bezug zu unserem
Sohn.
Das ging eine ganze Zeit so, und es belastete
auch unsere Ehe in gewaltiger Weise. Wir spürten, daß wir den Bezug
zu Jens mehr und mehr verloren und kriegten uns aus Verzweifung
darüber mehr und mehr in die Haare, Streit und Zank war an
der Tagesordnung.
Wir schrien uns immer häufiger an, was auch in körperlicher
Gewalt meinerseits auswirkte.
Wir wollten dies aber ändern, weil wir spürten
daß wir
uns mehr und mehr voneinander entfernten. Wir wollten auch unseren
Sohn wieder ständig bei uns haben, und uns selbst um die Erziehung
kümmern.
Meine Frau gab inzwischen ihre Arbeit auf, um dieses Vorhaben
zu realisieren, ich hatte neue Arbeit, bei der ich gut verdiente,
und so war diesem Vorhaben nichts mehr im Wege.
Der Personalchef der Firma in der ich beschäftigt war, machte
uns ein Angebot, er besaß eine Wohnung in Vaihingen/Enz,
außerhalb von Stuttgart, sie war günstig. Wir sahen
eine Möglichkeit, endlich aus der Abhängigkeit und dem
Einmischen meiner Mutter rauszukommen und wagten diesen Schritt.
Nun wohnten wir seit Oktober 1976 in der
neuen Wohnung und fühlten
uns erstmal richtig frei.
Im Dezember 1976 hatte ich mit meinen Eltern von heut auf morgen
den Kontakt abgebrochen, der Grund dafür war folgender: am
4 Dezember 1976 hat meine Mutter ein kleines Mädchen entbunden.Wir
halfen meinem Vater im Haushalt, in der Zeit in der meine Mutter
im Krankenhaus war. Am darauf folgenden Tag, ich war auf Arbeit,rief
mich meine Frau an und sagte, ich möge nach der Arbeit nach
Hause kommen und nicht zu meinen Eltern. Abends zu Hause erfuhr
ich von meiner Frau was geschehen war. Mein Vater hatte versucht
meine Frau, seine Schwiegertochter, die im zweiten Monat schwanger
war zu verführen.
Ja und dies war der Grund für den Kontaktabruch zu meinen
Eltern, mein Vater bestätigte es mir, daß es wahr ist,
aber verleugnete es vor der Mutter und stellte uns als Lügner
dar. Und somit war für uns klar, keinen Kontakt mehr zu meinen
Eltern.
Dort in der neuen Umgebung, ein kleines Dorf
ausserhalb von Stuttgart, lebten wir uns schnell ein. Doch ich
wurde nach dem Umzug arbeitslos, weil ich keine Lust hatte jeden
Morgen so früh raus zu müßen,
bin ich nicht mehr hin und so verlor ich meine Arbeit, und so nahm
das Schicksal seinen Lauf. Wir waren nun beide arbeitslos, Ich
bekam kein Arbeitslosengeld vom Amt, weil ich meine Arbeitslosigkeit
selbst herbeigeführt habe. Und so waren wir nun beide Zuhause,
lebten von nun an vom Sozialamt. Diese Leere in unserem Alltag
machte uns zu schaffen, wir stritten nur noch, was sich auch in
Handgreiflichkeiten auswirkte. Ich ging nebenher schwarz arbeiten,
doch dieses Geld setzte ich in Alkohol um. Und so verging eigentlich
kein Tag an dem ich nicht angesoffen nach Hause kam. Anneliese
meine Frau, fing dann zu streiten an, was mich mit der Zeit immer
aggresiver machte, ich fing an Sie regelmäßig zu verprügeln.
Im Juni 1977 kam dann unser zweiter Sohn
zur Welt (Alexander). Zu dieser Zeit lernten wir beim einkaufen
eine junge Frau kennen, die uns ansprach. Wir lernten uns näher
kennen und freundeten uns mit ihr und ihrem Mann an. Er, Winfried,
war bei der Bundeswehr als Koch angestellt, Sie, Jutta, war Hausfrau.
Ich schloß mit
Winfried eine Freundschaft, wir hatten ein gemeinsames Hobby, den
Fußball und hatten mal gern einen über den Durst getrunken.
Das wiederum paßte meiner Frau nicht und versuchte mich ständig
zu reizen und zu streiten, was mich wieder mal zum ausrasten brachte,
ich schlug Sie und prügelte sie durch die Wohnung.
Meine Frau hatte zu der Zeit einen Saisonjob,
bei der Post in Stuttgart. Aber um nach der Spätschicht
nicht zu spät
nach Hause zu kommen, erklärte sich Winfried dazu bereit,
Sie mit dem Auto abzuholen, ich war froh darüber, daß sie
nicht so spät abends noch durch die Nacht fahren muß.
Am 6. Dezember, war ich mit Freunden einen
Nikolausdrink zu nehmen,was etwas mehr wurde. Zu Hause dann angekommen,
fing meine Frau wieder an mit mir zu streiten, was mich jetzt
aber voll ausrasten ließ.
Ich nahm ihre langen blonden Haare, und zog sie vom Wohnzimmer
ins Schlafzimmer über den Boden weg, schlug ihr den Kopf gegen
den Schrank und die Wand und ließ sie liegen, trat aber noch
mit den Füssen auf sie ein, bis sie blutete. Ich hab sie im
Schlafzimmer mit den Kindern eingeschlossen und bin in den Ort,
um mir erst recht den Kopf zu zu ballern. Gegen 24 Uhr bin ich
wieder nach Hause, und hab meine Frau aus dem Schlafzimmer geschmissen
und bin schlafen gegangen.
Wir schreiben nun Februar 1978.
Wir hatten zu dem Zeitpunkt eine Räumungsklage
am Hals und mußten aus der Wohnung. Wir kamen in ein altes
leerstehendes Haus ein paar Orte weiter, es hatte nur Ofenheizung,
kaputte Fenster, somit zog es überall. Unsere Kinder sind
in der Zwischenzeit zu Pflegeeltern gekommen.
Was nun kam hat mein Leben voll aus der Bahn
geworfen. Unser Freund Winfried kam uns besuchen, er sagte um
uns zu unterstützen.
Wir spielten abends Karten und tranken Bier und Schnaps, waren
ziemlich lustig dabei. Das ging zwei, drei Tage so, als ich eines
Nachts aufwachte und ein merkwüdiges stöhnen hörte,
ich lauschte erstmal, und mußte mit anhören, wie mein
bester "Freund" und meine Frau, sich 2 Meter neben mir
vergnügten. Was sich nun rausstellte, haute mich um, sie hatten
ihr Verhältniss schon im Sommer vorher begonnen, als Winfried
meine Frau von der Arbeit abholte.
Die letzten Tage, als wir abends zusmmen saßen und tranken,
hat Winfried seinen Schnaps in einen Eimer neben sich gekippt,
bis ich so knülle war, und eingeschlafen bin, und sie freie
Bahn hatten.
Ich kämpfte um meine Frau, aber es hatte
keinen Sinn mehr, sie haben sich entschlossen, zusammen zu bleiben.
Sie sind weg und in seine Wohnung gezogen, Winfrieds
Frau war grad im sechsten Monat schwanger und er schickte sie weg.
Ich habe das Haus in dem wir wohnten, am
anderen Tag aus Verzweiflung in Brand gesetzt. Es war der 12
Februar, ich konnte eine Nacht bei Winfried, es war nochmal eine
Chance für mich meine Frau
zurück zu gewinnen, doch sie haben mich mitten in der Nacht
um 22:00 Uhr aus seiner Wohnung geworfen, 2 Stunden vor meinem
Geburtstag
copyreight:
Roland Mader